Aktuell


Kommende Anlässe


 

Di 25. September 2019: Fässli im Grüebli. Treffpunkt 19:00 Uhr im Pub zum scharfe Egg oder um 20:00 Uhr direkt im Grüebli. Abmarsch um 19:30 Uhr. Bitte etwas zum Grillieren mitnehmen.

 

Kein Turnbetrieb am Di 2. und Di 8. Oktober (Herbstferien). Ab Di 15. Oktober trainieren wir wieder in der Halle


Berichte vergangener Anlässe


Turnfahrt ins Mostindienland

Samstag/Sonntag, 7./8. September 2019:

 

Nachdem uns Notker im Vorjahr bei der Turnfahrt ins Aletschgebiet körperlich recht stark bean­sprucht hatte, steht für dieses Jahr eine sanftere Version auf dem Programm, die es auch sol­chen Kollegen ermöglicht, daran teilzunehmen, die nicht mehr sehr fit sind. Vom Angebot, ein E-Bike zu benützen, hat allerdings niemand Gebrauch gemacht, da mit dem gut ausgebauten Postautonetz bereits eine Alternative zur Verfügung gestanden hat.

 

Wir starten in Ettingen kurz nach 7 Uhr am Samstagmorgen und fahren mit Tram, Bahn und Postauto über Basel, Zürich und Frauenfeld bis nach Warth an der Thur, dem Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. 22 Kollegen sind dabei, darunter immerhin zwei, die noch nie an einer Turnfahrt teilgenommen haben. Bevor wir aber loswandern, kommen wir im Restaurant Reb­berg in Warth in den Genuss von Kaffee und Gipfeli. Das Wetter meint es zumindest an diesem ersten Tag gut mit uns. Die kühlen Temperaturen sind ideal zum Wandern. Wolken wechseln mit sonnigen Abschnitten ab. Nur mit der Aussicht auf das Alpstein-Gebirge, die Churfirsten und den ganzen Kranz der Alpen ist es heute nichts. Immerhin bietet sich unterwegs die Möglichkeit, sich anhand von Panoramatafeln vorzustellen, wo sich die verschiedenen Berge befinden.

 

Die sanften Geländerücken stellen körperlich keine grossen Anstrengungen. Zuerst wandern wir vom Thur- in das etwas nördlich gelegene Seebachtal durch eine Landschaft mit intensiver Landwirtschaft. Am ersten Tag bleiben wir vornehmlich auf Thurgauer Kantonsgebiet. Am Hütt­wilersee, einem Badesee, legen wir unsere Mittagsrast ein. Der Kiosk ist leider geschlossen, aber es stehen Tische und Bänke zur Verfügung, wo sich ideal picknicken lässt. Notker und Toni lassen es sich nicht nehmen, im noch warmen See einen kurzen Schwumm zu machen. Die kühle Lufttemperatur halten die anderen Teilnehmer davon ab, es ihnen gleichzutun.

 

Der Hüttwilersee ist einer der drei noch verbleibenden Toteisseen. Die anderen beiden heissen Hasensee und Nussbaumersee. Daneben soll es noch eine grössere Anzahl kleinerer Toteis­seen und -weiher geben, die mit der Zeit verlanden werden, aber landschaftlich trotzdem wert­voll sind, weil sie von einer seltenen Flora umgeben sind. Notker erklärt uns, dass man die Seen Toteisseen nennt, weil sich dort am Ende der letzten Eiszeit vor rund 10'000 Jahren beim Rückzug der Gletscher (hier der Säntisgletscher) in Senken noch für einige Zeit Eisbrocken, also Toteis, behaupten konnten. Unterwegs treffen wir immer wieder auf Findlinge, also grosse Fels­brocken, die von den Gletschern in diese Region transportiert wurden und nach dem Schmel­zen des Eises liegenblieben.

 

Nach der Mittagsrast wandern wir über Nussbaumen weiter nach Oberstammheim, einem Dorf, das sich bereits auf Zürcher Kantonsgebiet befindet. Hier hat auch der Rebbau Tradition und an den schönen Riegelbauten kann man erkennen, dass dieser wirtschaftlich interessant war und nach wie vor ist. In Oberstammheim befindet sich der historische Gasthof Hirschen, wo wir übernachten und auch Nacht- und Frühstück einnehmen werden. Nach einem kühlen Bier und dem Zimmerbezug wandern wir durch die Rebberge aber noch eine knappe halbe Stunde wei­ter nach Unterstammheim. Hier degustieren wir bei der Eigenkelterei Frei 6 verschiedene, lokale Weine, geniessen dazu Apéro-Häppchen und erfahren von Ruedi Frei viel Interessantes über den Rebbau und die Eigenschaften der verschiedenen Weine. Hans-Peter Schaub, der sich dieser Tage ein künstliches Kniegelenk einsetzen lassen und deshalb seine Anmeldung für die Turnfahrt zurückziehen musste, hat für diesen Apéro einen namhaften Beitrag gespendet. Vielen Dank Hans-Peter und gute Genesung!

 

Nach dem Apéro geht es mit dem Postauto zurück nach Oberstammheim. Alle sind begeistert von der Unterkunft in historischen Zimmern im Hauptbau und modernen Zimmern in den Annex-Bauten. Der Schreiberling erhält sogar ein Einzelzimmer mit Himmelbett, ein wahrer Luxus trotz Etagendusche. Wir haben heute das Hotel Hirschen ganz für uns. Das Nachtessen nehmen wir im umgebauten Stall ein. Das Menü, bestehend aus einem grünen, gemischten Salat als Vor­speise, Hackbraten mit Gemüse als Hauptgang und einem feinen Dessert scheint allen bestens zu munden. Dazu geniessen wir einen hervorragenden lokalen Rotwein. Alle sind vollen Lobes über die freundliche und effiziente Bedienung. Am Schluss macht uns sogar noch der Koch seine Aufwartung.

 

Nach einer ruhigen Nacht - die Meisten gehen recht früh zu Bett - und einem reichlichen Frühstücksbüffet starten wir um 08:25 Uhr zum zweiten Tag. Mit dem Postauto geht es zuerst an den Bahnhof Stammheim und dann mit dem Regiozug nach Ossingen, wo unsere heutige Wanderung beginnt. Ja, mit dem Wandern ist es heute so eine Sache. Es regnet nur einmal, nämlich den ganzen Tag, wobei es vorübergehend sogar richtig strätzt. Pellerine und/oder Schirm sind wahrlich kein Luxus auf der Wanderung. Trotzdem sind wir schon bald voll durch­nässt. 7 Kollegen entscheiden sich, für den ersten Teil des 14 km langen Parcours bis zur Mit­tagsrast im Trottenhof bei Iselisberg das Postauto zu benützen. Die Wanderung führt zuerst durch Wiesen und Wald, dann durch die Thurgauer Rebberge mit Sicht auf die kanalisierte Thur unten im Talboden. Im Trottenhof können wir im Schermen picknicken und dazu Getränke vom Hof erwerben. Die Bäuerin, Frau Susanna Frei, ist eine charmante Gastgeberin. Trotz strömen­dem Regen brechen wir nach rund einer Stunde zum letzten Teil der heutigen Wanderung auf. Diese führt uns wiederum durch Reben und Wald hinunter zur Kartause Ittingen, wo wir kurz vor 14:30 Uhr unter kundiger Führung die Kartause besichtigen. Es gibt viel Interessantes zu hören und sehen, von den verbliebenen Mönchszellen über die Kirche im Bodensee-Barockstil mit einem prächtigen Chorgestühl bis hin zu repräsentativen Räumen. Das 1848 aufgehobene Kloster beherbergt heute Museen, Tagungsräume, Hotelzimmer und Restaurants. Es verfügt zudem über einen grossen Grundbesitz. Auch ein Ittinger Klosterbier gibt es, das allerdings bei Heineken/Calanda in Chur nach uraltem Rezept gebraut wird und das wir im Restaurant Mühle degustieren, bevor wir aufbrechen.

 

Der Rest ist schnell erzählt: Postauto nach Frauenfeld, umsteigen in den Zug nach Zürich und dort ein letztes Umsteigen in den Zug nach Basel. Gegen 19:30 Uhr sind wir wieder alle wohl­behalten zu Hause. Notker hat wie immer nichts dem Zufall überlassen. Eine ganz besonders zu erwähnende logistische Leistung war der heisse Kaffee aus der Thermoskanne am Sams­tagmorgen. Die leeren Kannen deponierte er dann in einem Schliessfach in Frauenfeld und nahm sie dort auf dem Rückweg wieder in Empfang. Wir haben die Ostschweiz als eine sehr schöne Gegend kennen- und deren Gastfreundschaft schätzen gelernt. Der Eine oder Andere wird sicher wieder einmal einen Ausflug in diese Gegend unternehmen. Notker sagen wir vielen, vielen Dank für die Organisation dieser Turnfahrt. Er hat die Latte für das OK der nächsten Turnfahrt recht hoch gelegt.

 

Röbi 99


Die Männerriege Bottmingen lädt ein

Montag, 19. August 2019:

 

Die Männerriege Bottmingen war Gast an unserem Jubiläumsanlass "75 Jahre Männerriege Ettingen". Sie wollte sich dafür am 24. Juni mit einer Gegeneinladung revanchieren. Aus ver­schiedenen Gründen wurde diese dann auf den heutigen Abend verschoben. Glücklicher­weise machte das Wetter keinen Strich durch die Rechnung, was nicht ohne weiteres zu erwarten war, hat es doch tagsüber immer wieder geregnet. Am Abend sind dann die Schleusen des Himmels geschlossen geblieben.

 

Wir treffen uns um 19:30 Uhr beim Burggartenschulhaus in Bottmingen. Die Männerriege Bottmingen scheint ziemlich vollständig vertreten zu sein. Der Schreibende hat sich sagen lassen, dass an deren Turnstunden in etwa gleich viele Männer teilnehmen wie bei uns in Ettingen. Auch Bottmingen hat ein reich befrachtetes Vereinsprogramm mit zahlreichen aus­serturnerischen Anlässen im Sommer. Das Training mit zwei Leistungsgruppen scheint ähn­lich abzulaufen wie bei uns. Die Männerriege Bottmingen kann auf eine 125-jährige Vereins­geschichte zurückblicken. Das 100ste Jubiläum wurde 1993 gefeiert, das 125ste im vergan­genen Jahr. Bottmingen ist eine Gemeinde mit derzeit 6800 Einwohnern.

 

Nach der Begrüssung bringt uns der Dorfchronist die Geschichte des ins 13. Jahrhundert zurückgehenden Weiherschlosses näher, das sich seit 1957 im Besitz des Kantons Basel­land befindet, mehrmals umgebaut wurde und heute als renommiertes Restaurant geführt wird.

 

Nach dieser Einführung werden mehrere gemischte 3er/4er-Gruppen mit Einheimischen und Ettinger gebildet, die sich auf die Suche der jeweils 10 OL-Posten begeben, die sich im öst­lichen Teil des Dorfes befinden. Wir nehmen es gemütlich, d.h. wir müssen nicht rennen, sondern es geht eher darum, alle Posten zu finden und am Schluss noch  4 Fragen zum Dorf zu beantworten. Unterwegs treffen wir immer wieder auf den Dorfchronisten, der uns interes­sante Infos liefert, so z.B. zur Wasserversorgung. Ziel des OL ist das Räbhüsli auf dem Schönenberg oberhalb der Bruderholzstrasse Richtung Münchenstein. Der Bottminger Reb­berg umfasst ca. 60 Aren und wird von einem Verein mit 16 Hobbywinzern bewirtschaftet. Neben Blauburgunder werden Riesling-Sylvaner und Charmont angepflanzt. Der Wein wird in Muttenz gekeltert und unter dem Namen von Bottmingen vermarktet.

 

Wir finden unter dem Schutzdach vor dem Räbhüsli Platz und dürfen den lokalen Wein degustieren. Mit Tomaten als Vorspeise, einem Cervelat vom Grill und einer Früchtewähe ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Besonders zu erwähnen ist, dass auch die beiden Wirtinnen des Restaurants Schützen, der Stammbeiz der Männerriege Bottmingen anwe­send sind. Wir verbringen einen angenehmen Abend bei angeregtem Gespräch. Gerne haben wir zur Kenntnis genommen, dass unser Vorstand beschlossen hat, solche Treffen mit befreundeten Vereinen auf einer jährlichen Basis zu wiederholen. Der Männerriege Bottmingen danken wir für die Organisation des heutigen Anlasses und für die gewährte Gastfreundschaft. Der Weg vom Räbhüsli ins Dorf hinunter ist kurz und das Tram bringt uns wieder zurück nach Ettingen.

 

 Röbi 99


Familienbummel zu den Chirsgärten

Sonntag, 18. August 2019:

 

Chirsgärten oder Grüebli, das war noch bis gestern die Quizfrage, meldete doch der Wetter­frosch Niederschläge für den Sonntag. Tatsächlich erleben wir jedoch einen strahlenden, heissen Sommertag. Um 10:15 Uhr starten wir wie immer bei der Gemeindeverwaltung und nehmen den schweisstreibenden Aufstieg über den Schaien und das Totenwägli unter die Füsse. Das OK mit Daniel Kron und Beat Muntwiler sowie unser bewährter Grillmeister Peter Vögtlin sind schon im Einsatz, als wir in den Chirsgärten eintreffen. Gleich werden wir mit einem kühlen Apéro verwöhnt und Dani begrüsst die Wanderleute. Es ist übrigens die ein­zige Ansprache an diesem Tag, weil unser gesamter Vorstand durch Abwesenheit glänzt. Schade.

 

Wir müssen uns mit dem Essen bis 1 Uhr gedulden, da Peter Wert darauf legt, uns einen perfekt gegarten Rollbraten zu servieren. Dazu gibt es eine feine Sauce von Anne-Marie und diverse Salate, welche die Gattinnen unseres OK gerüstet haben. Später können wir noch aus einem reichen Kuchenbuffet auswählen. Auf Astrids Amarettli müssen wir dieses Jahr leider verzichten, da sie morgen in die Ferien verreist und deshalb heute mit dem Packen beschäftigt ist. Wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder klappen wird.

 

Wie seit einigen Jahren üblich und aus planerischen Gründen auch unabdingbar, mussten wir uns für den heutigen Anlass anmelden. Bis zum Anmeldeschluss hatten sich 20 Perso­nen eingeschrieben. Effektiv erschienen sind am heutigen Tag 37 Teilnehmerinnen und Teil­nehmer, was an und für sich erfreulich ist, aber dazu geführt hat, dass der Eine oder Andere auf einen Fleisch-Nachschlag hat verzichten müssen, da alles schon weg war. Lehre daraus: Nächstes Jahr unbedingt anmelden. Wenn dann aus einem zwingenden Grund eine Teil­nahme doch nicht möglich ist, kann man sich beim OK immer noch kurzfristig abmelden.

 

Wir verbringen zusammen einen gemütlichen Nachmittag bei angeregtem Gespräch. Um 17 Uhr beginnt dann der allgemeine Aufbruch, so dass auch das OK zu einer christlichen Zeit nach Hause kommt. Wir danken Beat, Dani und ihren Gattinnen für die perfekte Organisation und Durchführung des Familienbummels. Sie haben das getan, ohne andere Helfer in Anspruch zu nehmen, was nicht selbstverständlich ist. Dank gebührt auch allen Spendern und Spenderinnen des Kuchenbuffets.

 

Röbi 99


Besuch des Henkermuseums in Sissach

Dienstag, 2. Juli 2019:

 

Was zum Henker (oder doch zum Gugger?) ist es denn, was die die stattliche Anzahl von mehr als 15 Ettinger Männerrieglern dazu bewegt, an diesem Dienstagabend nach Sissach zu fahren? Ist es einfach der unterhaltsame Abend im Kreis der Turnkameraden? Ist es die Neugier an einer besonders gearteten Ausstellung, oder ist es eben doch der Hang zum Geheimnisvollen, der schwarzen Seite in der Seele jedes Menschen?

 

Auf dem Programm steht nämlich der Besuch des Henkermuseums, gemäss Webseite eine "umfassende Sammlung von Gerätschaften des Strafvollzuges vergangener Zeiten", eine eher düstere Angelegenheit also.

 

Nun, Guido Varesi, Betreiber des Museums, der uns gekonnt und wohlvorbereitet durch seine Sammlung führt - übrigens ein friedfertiger, positiver Mensch (was ich ihm auch bereitwillig abnehme) - scheint eine genügende Menge von Letzterem zu besitzen. Seine Ausstellung, im untersten Stock beginnend mit "harmlosen" Pranger-Utensilien und etwas weniger harmlosen Foltergeräten, in den oberen Etagen endend mit einer Fülle aller erdenk­lichen Mordinstrumente für die Todesstrafe, weist manche Besonderheit und manch graus­liges Unikat auf, was seine Sammlung wirklich einzigartig machen dürfte.

 

Während er seinen Vortrag mit interessanten Gegebenheiten spickt, aber auch amüsanten Episoden und Randbemerkungen, beginne ich zu schwitzen. Nicht etwa den Schweiss des Grauens, obwohl dies bei einigen seiner Objekte durchaus möglich wäre, nein, es ist heiss und düppig in seinem kleinen Häuschen, und ich bin froh, nach einer guten Dreiviertelstunde wieder nach draussen entrinnen zu können.

 

Das Museum ist unbestritten eine Besonderheit, und ich hätte mir gerne das eine oder andere Teil auch noch näher angeschaut (im harmlosen Untergeschoss wohlverstanden), aber die Führung ist zeitlich recht straff gehalten, was andererseits wiederum auch nicht sooo tragisch ist.

 

Nach dem Museumsbesuch begeben wir uns in eines der vielen nahegelegenen Restaurants und lassen uns verwöhnen. Wir plaudern über dieses und jenes und über unsere Leistungen am Turnfest in Aarau. Die feine Pizza oder der Teller duftender Nudeln bringt uns endgültig wieder auf die Sonnenseite des Lebens zurück. Es schmeckt prima, obwohl wir auf den leib­lichen Genuss ordentlich lange haben warten müssen. Der eine oder andere hätte den Koch wohl am liebsten an den Galgen gewünscht, mit einem Teller Spaghetti als Henkersmahlzeit, auf den der Kerl genauso lange hätte warten müssen.

 

Louis Stäuble hat uns definitiv einen gelungenen Abend organisiert, der einen würdigen Start ins diesjährige Sommerprogramm darstellt. Er hat die unzähligen "Likes" redlich verdient. Ganz herzlichen Dank an ihn.

 

Roman Stöcklin


"Dr Bach ab" - Rheinschwimmen

Dienstag, 6. August 2019:

 

„Dr Bach ab“ vom 6.August 2019 abgesagt, oder doch nicht?

 Als Event(ual)bericht bei Blitz, Donner und Wolkenbruch geschrieben am 6.August 16 Uhr

 

 1.Kapitel: Wetter

Wetter findet immer statt. Und Wetter ist ein meteorologisches Ereignis, dass im Freien stattfindet. Es kann sein, dass das Wetter eine Vereinsaktivität wohlwollend unterstützt. Es kann sein, dass uns unfreundliches Wetter stört, aber nicht aufhält, beispielweise bei einer Turnfahrt. Es kann jedoch durchaus sein, dass Windsturm mit Blitz und Donner die Durchführung eines Anlasses, dem gMV gehorchend, verhindern. So wie heute das von Richard Kolb initiierte und geplante Rheinschwimmen, auch bekannt unter „De Bach ab!“. So bleiben denn die Badehose und der Wickelfisch® heute Abend trocken. Neulingen in Sachen „Dr Bach ab“ sei das diesjährige offizielle und von Sicherheitsorganen überwachte Rheinschwimmen vom Dienstag 13.August empfohlen.

 

Als geübter Rheinschwimmer drehen noch andere Gedanken in meinem Kopf ihre Runden. Wenn wir diese Aktion erneut auf das Sommerprogramm nehmen, könnten sich auch Nichtschwimmende als Begleiter anmelden. Sie wären hilfreiche, in diesem Fall nicht Wasserträger, sondern beispielsweise Transporteure von trockenen Kleidern zum Ziel. Auch wäre ein Fotoapparat mit Teleobjektiv am Rheinufer gefragt, um die Aktion im Bericht dokumentarisch festzuhalten. Oder sie könnten die gleich Aphrodite aus dem Wasser Steigenden gebührend empfangen. Wie anno dazumal nach dem Adrenalin-Kick im Eiskanal von Celerina.

 

Fortsetzung geschrieben nach dem 6.August.

 

2.Kapitel: Rhein

 Wetter findet immer statt. Die Weltuntergangsstimmung von 16 Uhr wich um 17 Uhr einem wolkenlosen Himmel. Dieser hielt bis um 18 Uhr bei der Abfahrt mit dem Trämli an. Am Fischmarkt standen wir bereits wieder im Regen. Beim Einstieg in den Rhein, beim Tinguely Museum, war nur noch der Rhein nass. Durch Richard gut auf die Tücken des Rheinschwimmens aufmerksam gemacht, passten wir unterwegs aufeinander auf. Dies war beim vielen Platz im Rhein, anders ausgedrückt - bei den heute extrem wenigen Rheinschwimmern und ohne Schiffsverkehr - leicht zu bewerkstelligen. Schwimmend und sich treiben lassend, den Fähren ausweichend, von Touristen als Fotosubjet festgehalten, mit einem Juchtz den Bogen der mittleren Brücke passierend, stiegen wir nach einer halben Stunde vor der Johanniterbrücke aus dem Nass.

 

Trockengelegt genossen wir an einer Buvette das von Richard offerierte Ittiger Klosterbräu, quasi als Vor-Köstigung zum geplanten, letzten Brauereiaufenthalt der diesjährigen Turnfahrt.

 

3. Kapitel: Linde

 Kein Sommerevent ohne anschliessendes Kneipen der andern Art. Nicht die Fischerstube war das Ziel, sondern die Linde am Oberen Rheinweg. Wir sassen daselbst am Stammtisch mit Zapfhahn, zapften nach gehöriger Instruktion selber und konnten, wie an einer Zapfsäule üblich, das gezapfte Volumen digital verfolgen und nach vielfachem Zapfen letztlich bei einer runden Zahl die Runde zahlen.  Dazu hiess es an diesem Abend: FIGUGEL. In der Linde lässt sich ein feines Fondue geniessen, denn hier ist es mit Ueli-Bier zubereitet und wird mit Salzbretzeln zum Tunken serviert. Der bewegte und  lebhafte Abend war dank ÖV von A bis Z  frei von Promillesorgen. Wir haben ihn genossen und danken Richard Kolb für die Idee und verantwortungsvolle Durchführung. Einhellige Meinung der sieben Teilnehmenden: „Dr Bach ab“ soll im nächsten Sommerprogramm wieder seinen Platz finden.

 

4.Kapitel: Nachlese

Sollte ein Kollege mangels bisheriger Rhein-Erfahrung, wie auch immer, von der Anmeldung zur Teilnahme Abstand genommen haben, stelle ich mich mit meinem Material gerne für eine „Dr Bach ab“-Taufe in beliebiger Kürze oder Länge zur Verfügung. Die Öffnungszeiten des Rheins sind bekannt, und, wie einführend geschrieben, Wetter findet immer statt. Damit habe ich, wie im Geschichten erzählenden, aktuellen Journalismus üblich, den Kreis geschlossen.

 

Notker

 

Einige Fotos dieses Anlasses findest Du im Mitgliederbereich in der Kategorie "Foto-/Videosammlung/Rheinschwimmen"


Swin-Golf in Hochwald

Dienstag, 30. Juli 2019:

 

Trotz des wichtigen Qualifikationsspiels des FCB gegen den PSV Eindhoven, bei dem es gemäss der BaZ um Vieles geht (Schlagzeile: «Scheitert der FC Basel an Eindhoven, droht ein Ausverkauf!»), haben sich 16 Männerriegler um 18 h bei der MZH Möslibach versammelt. Bei angenehmen Temperaturen und (noch) strahlendem Sommerwetter fahren wir in Fahr­gemeinschaften auf den Gempen und lassen uns vom Platzwart auf der Herrenmatt in die durchaus anspruchsvolle Technik des Swin-Golf-Spielens einführen: mit nur einem Golf­schläger drei verschiedene Schlagtechniken ausführen, und v.a. die richtige im richtigen Moment! Na ja: Theorie ist das eine, und der Platzwart kann das echt gut!!

 

Man darf schon sagen: Die Bälle fliegen uns anschliessend gehörig um die Ohren und wir dürfen von Glück reden, dass keiner eine Beule davonträgt. Irgendwie finden sie dann aber meistens doch den Weg in den zum Glück gegenüber dem letztwöchigen Minigolf deutlich grösseren Topf am Ende der jeweiligen Bahn. Wir zählen grosszügig, und meistens werden die Bahnen fertig gespielt, auch wenn die vorgesehenen 8 Schläge längst überschritten sind. Das «Plopp» am Ende einer Bahn zu hören, ist einfach zu schön.

 

Ein kühles Bier mitten auf dem Gelände tut nach einigen gespielten Bahnen gut und weckt die teilweise müden Geister auch wieder, so dass die Energie wieder da ist, um die zweite Hälfte der Bahnen anzugehen. «Hole in one» hat meines Wissens aber auch in diesem Jahr niemand geschafft. Dabeisein und Spasshaben ist ja auch das Wesentliche. Immerhin soll es einige Spieler gegeben haben, die einzelne Bahnen «unter par» gespielt haben. Und einer hat schon beim zweiten Schlag den Ball so gut getroffen, dass er weit übers Gelände flog und nicht mehr gesehen wurde.

 

Eine grandiose Kulisse bietet die Natur vom aussichtsreichen Golfplatz mit Sicht über das Birstal bis nach Basel und ins Elsass: Ein wahrhaftes Schauspiel begleitet das Golfspiel: Gewitterzellen entladen sich über den Vogesen, dem Jura und dem Leimental. Sonnen­strahlen durchbrechen die Cumulus-Wolken da und dort. Und das Beste daran: Über der Herrenmatt fallen die ersten Regentropfen erst, als wir schon auf dem Rückweg zu den Autos sind. Die allerdings dürfen sich auf der Fahrt zurück über eine ausgewachsene Natur-Wäsche freuen. Hätte uns das Unwetter auf dem Golfplatz erwischt, wären wir alle in Sekun­den patschnass gewesen.

 

Ein grosser Dank gebührt Roger Schaub, der alles wieder bestens organisiert hat. Ausklingen lassen wir den Abend heuer im Restaurant L’Incontro in Ettingen, wo die dursti­gen und hungrigen Männerriegler aufs Beste bedient werden, allerdings mit kurzen Hosen und T-Shirt auf der regenfeuchten Terrasse zum Teil etwas «underdressed» sind. Übrigens: Der FCB hat es zeitgleich mit einem 2:1 Sieg über Eindhoven tatsächlich doch noch geschafft, in der der Europa League-Quali zu bleiben!

 

Dietrich Jäger


Minigolf in Neu-Aesch

Dienstag, 23. Juli 2019:

 

Trotz sommerlich heissem Wetter und trotz Sommerferien wollen sich 16 Männerriegler im Minigolf versuchen. Glücklicherweise ist Minigolf kein schweisstreibender Sport - diese Erfahrung bleibt den "normalen" Velofahrern auf dem Hin- und Rückweg vorbehalten -, son­dern es ist genaues Abschlagen gefragt. Es fällt auf, dass von Jahr die Zahl der Elektro­velofahrer ansteigt. Ist dies eine Folge des Alters? Nur ein Modetrend? Bequemlichkeit? Oder gar eine neue Lebensqualität? Wenn uns dann einmal der Strom ausgehen sollte, dürften wieder die "normalen" Velofahrer die Nase vorn haben.

 

Wir starten um 19 Uhr in Ettingen und radeln über Feld nach Neu-Aesch. Für einige wenige reicht es gar zu einem kühlen Bier, bevor wir in 4er-Gruppen an den Start gehen. An 18 Posten gilt es, mit möglichst wenigen Schlägen den harten Gummiball einzulochen. Auf der Bahn eingebaute Schikanen machen dies nicht immer leicht, es sei denn, man sei besonders geschickt im Abschlagen und es gelingt einem, den Ball auf Anhieb durch das Hindernis hin­durch, am Hindernis vorbei oder über das Hindernis hinweg zu schlagen. Die Punktzahl = Anzahl Schläge, bis der Ball ins Loch fällt - die zwischen 45 und 74 schwankt -, beweist, dass dies nicht allen gleich gut gelingt. Die Regeln sind gnädig, ist doch die Zahl Schläge auf 7 pro Bahn beschränkt. Nach dreimaligem Scheitern am Hindernis darf man den Ball unter Inkaufnahme eines Strafpunktes nach dem Hindernis aufsetzen und von dort weiterfahren. Wie immer geht es nicht ums Gewinnen, sondern die Sache soll Spass machen.

 

Um 20:45 Uhr brechen wir zum zweiten Teil des Abends auf. Auf der Terrasse des nahe gelegenen Restaurants Nepomuk, bei der gleichnamigen Brücke, lassen wir die Seele bau­meln. Wir können auf einer reichhaltigen Speisekarte auswählen und während der Wartezeit bis zum Service das kühle Bier geniessen oder den Match des FCB in Eindhoven verfolgen. Schade, dass dieser mit einem  3:2 für Eindhoven endet. Den Appetit lassen wir uns aber dadurch nicht vermiesen.

 

Es ist schon dunkel, als die Ersten kurz nach 22 Uhr nach Hause aufbrechen. Der harte Kern bleibt aber noch etwas länger sitzen und geniesst den schönen Sommerabend an der Birs.

 

Fazit: Warum denn in die Ferne schweifen - das Schöne liegt doch so nah. Wir haben alle den Abend genossen.

 

Röbi 99


Cyrill und Walti laden zum Geburtstagfest 70+65=135 ein

Freitag, 19. Juli 2019:

 

Cyrill Schaub wird im Monat September seinen 70sten Geburtstag feiern - Walti Rahm hat seinen 65sten bereits seit dem Monat April hinter sich und versucht seither, in das Leben eines Pensio­nierten einzutauchen. Die Beiden haben deshalb beschlossen, die Kollegen der Männerriege zu einem Grillabend in Cyrill's schönem Garten einzuladen. 42  Aktive und Passive sind der Einladung gefolgt. Das sommerlich-heisse Wetter bietet ideale Voraussetzungen für einen Anlass im Freien.

 

Wir starten um 18:30 Uhr mit dem Apéro, währenddem das Grillbuffet um 19:30 Uhr eröffnet wird. Cyrill hat herrlich schmeckende Riesenwürste in 3 Varianten bei Jenzer eingekauft und agiert selbst als Grillmeister. Monika Schaub und Vreni Rahm haben ein Buffet mit grünem Salat, Härdöpfel- und Teigwarensalaten gerüstet, die sie uns selbstverständlich auch per­sönlich servieren. Peter Vögtlin ist für das Aufschneiden und Servieren der Würste zustän­dig. Tranksame wird in allen Varianten angeboten. Zum Abschluss kann man sich auch einen Kafi fitness, ein Muffin oder ein Stück Linzertorte zu Gemüte führen. Walti weibelt den ganzen Abend zwischen den Tischen, damit keiner auf dem Trockenen bleibt. Er hält auch die Begrüssungsansprache. Als der Berichterstatter kurz nach 23 Uhr aufbricht, sind die Tische immer noch gut gesetzt und es dürfte recht spät gewesen sein, bis die Letzten nach Hause aufbrachen.

 

Es war, wie zu erwarten, ein vollauf gelungener Abend. Nochmals herzlichen Dank an die beiden Gastgeber und ihr Helferteam. Selbstverständlich wünschen wir Cyrill und Walti alles Gute im neuen Lebensabschnitt.

 

Röbi 99


Abendspaziergang zur Ruine Dorneck mit St. Galler-Bratwurst

Dienstag, 9. Juli 2019:

 

Im Rahmen des Sommerprogramms organisiert Notker Metzger einen Abendspaziergang. Wir treffen uns um 19 Uhr beim Bahnhöfli Ettingen und nehmen den 68er-Bus nach Aesch Bahnhof. Dort beginnt der rund einstündige Anstieg zur Ruine Dorneck oberhalb Dornach. Renata, Notker's Gattin, und Peter Vögtlin sind bereits vor Ort und haben jede Menge Mine­ralwasser sowie 3 Fässchen Bier angeschleppt. Peter versucht krampfhaft, in einer Nische oben auf dem Bergfried ein Feuer zu entfachen, was aber nicht einfach ist, da es stark win­det. Vom Bergfried aus geniesst man eine wunderschöne Aussicht auf das Birstal und die Stadt Basel, bis zum Euroairport. Nach einem ersten Glas Bier (auf dem Anstieg zur Burg­ruine hat uns übrigens Notker bereits Weisswein und Mineral als Apéro offeriert) kommen wir in den Genuss eines Sommercocktails mit frischen Früchten und Gemüsestücklein. Da der kalte Wind auf dem Bergfried zu stark bläst, dislozieren wir auf tiefer gelegene Ebenen der weitläufigen Anlage, wo wir dann doch noch zur angesagten St. Galler-Bratwurst V3.0 kom­men, da es Peter zwischenzeitlich gelungen ist, das Feuer anzufachen und die Würste zu braten. Das von Notker selbst gebackene Nussbrot schmeckt ausgezeichnet zur Wurst.

 

Die Rückkehr in heimatliche Gefilde erfolgt für die 14 Teilnehmer  in mehreren Gruppen zwischen 22:00 und 23:30 Uhr. Es bieten sich vor allem Busverbindungen über Dornach-Arlesheim und Therwil an, von wo es dann mit dem 10er nach Ettingen zurück geht. Hier endet der vollauf gelungene Abend.

 

Notker hat den Abend perfekt organisiert, wie man es von ihm gewöhnt ist. Wir danken ihm für seine grosse Arbeit und die nicht selbstverständliche Bewirtung. Unser Dank geht natür­lich auch an Renata für deren Unterstützung.

     

Röbi 99


Fässli im Wald

Dienstag, 25. Juni 2019:

 

Die seit Anfang dieser Woche herrschende Gluthitze ist ein klares Indiz dafür, dass der Früh­ling endgültig vorbei ist und der Sommer begonnen hat. Wir beenden das erste Halbjahr traditionsgemäss mit einem Fässli im Wald, dieses Jahr umso mehr, als es gilt, sich von den Strapazen des Eidg. Turnfestes in Aarau zu erholen.

 

Wir treffen uns um 19 Uhr für ein erstes Feierabend-Bier bei Pik im Pub und nehmen dann um 19:30 Uhr den schweisstreibenden Anstieg zum Gruebli in Angriff. Dort sind seit 17 Uhr bereits Hans-Peter  Schaub, Kurt Stöcklin, Röbi Willimann und Kurt Züllig im Einsatz, um sicherzustellen, dass im Feuer genügend Glut vorhanden ist und wir sofort mit dem Grillieren beginnen können, wenn wir dort eintreffen. Über 30 aktive und passive Männerriegler sind heute dabei. Kurt Züllig hat das Fässli organisiert und kommt für die Kosten des Holzes auf. Kurt Stöcklin hat sich wie immer um ausreichend Lichtquellen gekümmert, damit wir bei ein­brechender Dunkelheit auch sehen können, was wir essen. Das Fässli wird grosszügiger­weise von Maria Thüring, der Witwe unseres verdienten und vor zwei Jahren leider verstor­benen Mitgliedes Dominik gesponsert. Hans-Peter dankt in seiner kurzen Ansprache den genannten Spendern - was der Berichterstatter an dieser Stelle im Namen aller Teilnehmer ebenfalls tut. Er benützt die Gelegenheit, um Klaus Fischer für dessen geleistete grosse Arbeit zu danken, die er im Rahmen des Eidg. Turnfestes geleistet hat und überreicht ihm als kleines Präsent eine Flasche Wein. Für den Einen oder Anderen - auch für Hans-Peter - dürfte es die letzte Teilnahme an einem Eidgenössischen gewesen sein, das nächstes Mal erst wieder in 6 Jahren stattfinden wird. Als Vertreter einer eigentlichen Turner-Dynastie hat Hans-Peter an unzähligen eidgenössischen, kantonalen und regionalen Turnfesten teilge­nommen und sich damit wie der verstorbene Dominik um die Männerriege verdient gemacht. Es bleibt zu hoffen, dass andere in seine Fussstapfen treten werden.

 

Unser Abend im Gruebli klingt erst gegen Mitternacht aus, wenn auch einige schon früher den Rückweg ins Dorf angetreten haben. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Organisatoren des gelungenen Anlasses. Ab nächster Woche treten wir in unser Sommer­programm ein, an dem hoffentlich wieder viele Aktive und Passive teilnehmen werden. Es sind viele interessante Anlässe geplant. Eine Teilnahme lohnt sich also.

   

Röbi 99


Die Männerriege am Eidg. Turnfest in Aarau

Samstag/Sonntag, 22./23. Juni 2019:

 

Nur dank der kürzesten Sommernacht war es um 05:00 Uhr in der Früh am Bahnhöfli nicht mehr stockdunkel, sondern es dämmerte bereits und die Vögel zwitscherten, als wir zu dieser Zeit zum Eidgenössischen Turnfest 2019 in Aarau aufbrachen. Auf der Reise wurde noch nicht viel geplaudert, waren doch einige noch von der kurzen Nacht sichtlich gekennzeichnet. Das Hauptthema war die Festkarte. Wem war es gelungen, sie zu aktivieren und Geld darauf zu laden? Es war in der Tat nicht ganz einfach gewesen, mit den Anweisungen klarzukommen. Im Nachhinein erwies sich das Ganze als marginales Problem, weil man an den Ständen vor Ort jeweils ganz normal mit Bargeld bezahlen konnte. Viel Lärm um nicht viel also.

 

In Aarau ging es am Bahnhof mit dem Bus weiter, für die Ballschleuderer und Steinstösser zum Schachen-Areal westlich der Altstadt, für die Fit und Fun-Teilnehmer, zu denen auch der Schreiber gehörte, nach Aarau-Rohr im Osten der Stadt. Auf den grosszügigen Rasenfeldern waren unzählige Fit und Fun-Wettkampfplätze markiert. Eine grosse Festhalle diente als Umkleideraum und Restaurant zugleich. Nach einem seriösen Einlaufen ging es kurz nach 08:00 Uhr gleich los mit dem ersten Teil, dem Fuss-Ball-Korb und dem Ballkreuz. Wir wuchsen nicht über unser Kräfte hinaus, zeigten aber gefühlsmässig doch ungefähr die gleiche Leistung, die wir in den letzten Trainings erbrachten: 7.55 Punkte. Währenddessen erreichten die Kolle­gen im Schleuderball die Note 8.61, was den Schnitt ein bisschen anhob. Im Teil 2 trugen die Steinstösser wiederum 8.12 Punkte bei. Beim Fit und Fun Teil 2 gelang der Unihockey-Slalom in etwa so, wie wir es erwarten konnten, obwohl sich der eine oder andere über Fehler ärgerte, die er im Training noch nie begangen hatte. Dann erlitten wir im 8er-Ball eine schmerzliche Nieder­lage, die umso enttäuschender war, weil wir alle wussten, dass wir es eigentlich hätten besser machen können. Soviel sei gesagt: Die sympathische Wettkampfrichterin erlöste uns mit ihrem Schlusspfiff von unserer blamablen Vorstellung. Der F+F Teil 2 endete für uns mit der Note 6.67. Danach hatten wir in Rohr eine längere Pause, die wir eigentlich für eine Bratwurst oder einen Hamburger nutzen wollten. Wir hatten jedoch die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Die Küche war nicht auf der Höhe des Ansturms. Mindesten 20 Minuten für eine Wurst musste man schon anstehen. Das war einigen von uns zu lange. Sie machten sich auf zum nächsten Coop-Laden und waren bald mit einer guten Zwischenverpflegung für alle zurück, die unsere angeschlagene Moral aufrichten konnte. Herzlichen Dank den Initianten!

 

Gestärkt gingen wir in den dritten und letzten Teil, dem F+F Teil 3 mit Moosgummiring und Intercross. Wir konnten uns aufraffen und erzielten mit 9.24 Punkten unser bestes Resultat. Diese Einzelergebnisse ergaben am Ende die Endnote von 24.13, womit wir den 31. Rang erreichten. Wer wissen will, wie viele Mannschaften teilgenommen haben, kann es unter https://www.aarau2019.ch/de/wettkaempfe/ranglisten nach­lesen. Soviel sei gesagt: Wir landeten in unserer Stärkeklasse des Vereinswettkampfes Senio­ren 3-teilig nicht (ganz) auf dem letzten Platz! Unterdessen hatten sich auch die Kraftsportler in Rohr eingefunden und wir genossen zusam­men die ersten Bierchen. Das half sicher dem einen oder anderen, die Enttäuschung ob dem vermasselten 8er-Ball zu verdauen und zur guten Laune zurückzufinden. Wie sagt Walti Rahm jeweils? "In der Niederlage zeigt sich die Grösse des Athleten; nicht im Sieg". Dem Schreiber ging auch ein anderer Wortwechsel durch den Kopf: Ein Freund regte sich nach einem Spiel auf und jemand sagte ihm, er könne einfach nicht verlieren, er sei ein schlechter Verlierer. Worauf er antwortete: "Ich kann schon verlieren; aber es kotzt einfach mich an."

 

Nach dem Wettkampf in Rohr klappten die Busverbindungen zurück nach Aarau schlecht, weil die Linie wegen des Festumzugs unterbrochen worden war. Es warteten so viele Turner auf den Bus, dass wir unter kundiger Führung von Toni die knapp zwei Kilometer nach Biberstein unter die Füsse nahmen. Glücklich wer eine Tasche mit Rollen hatte! In Biberstein konnten wir endlich einen Bus zurück nach Aarau und anschliessend nach Erlinsbach nehmen, wo wir unsere Unterkunft bezogen. Ein Dach über dem Kopf für eine kurze Nacht, in einem Gewerbegebäude, geschätzte 150 Pritschen und lediglich zwei Lavabos. Na ja, Turnfest halt. Für das offizielle Nachtessen war es etwas spät und wir empfanden auch den Weg zum Aus­schank als zu weit. So kehrten wir gleich am Eingang des Festgeländes Schachen ein, am Aareufer. Jeder verpflegte sich nach seinem Gusto und danach trennten sich unsere Wege.

 

Einige besuchten die Turnshow auf der Hauptbühne nebenan, andere machten sich auf einen Streifzug durch das ausgedehnte Festgelände und die eindrückliche Menschenmenge. Es war ein Riesenfest. Unzählige Stände mit Essen und Getränken, ein ganzes Grilldorf und natürlich ein halbes Dutzend Festzelte, jedes mit einer Musikanlage, die jede für das ganze Areal gereicht hätte. Die ersten gingen danach recht früh schlafen - der Schreiber gehörte dazu, so dass über den weiteren Verlauf des Abends des Sängers Höflichkeit schweigen muss. In einem der vielen Festzelte trafen die Männerriegler offenbar auf den Turnverein Ettingen und genossen bis spät in die Nacht die sehr gute Stimmung.

 

Den Sonntag verbrachten wir im Fussballstadion Brügglifeld, wo am Vormittag das Faustball­spiel Schweiz-Deutschland stattfand. Was die Spieler zeigten, liess den Schreiber, der noch nie Faustball auf diesem Niveau gesehen hatte, zunächst sprachlos. Spektakuläre Szenen, Tempo, Athletik. Beste Werbung für diesen Sport! In der anschliessenden Schlusszeremonie schwang der TV Mels, Gewinner des Bodenturnens, buchstäblich hoch hinaus. Die jungen Männer und Frauen zeigten eine atemberaubende, perfekt synchrone Choreographie von Sprüngen und Salti. Einfach sensationell. Am späteren Sonntagnachmittag galt es, die vielen Tausenden Turner sicher nach Hause zu bringen (an den beiden Wochenenden nahmen insgesamt rund 69'000 Turnerinnen und Turner aus der ganzen Schweiz in 108 Disziplinen am ETF2019 teil, bewundert von ca. 200'000 Zuschauern).

 

Bei der Rückreise hatten die Organisatoren mit Hilfe der SBB die Abwicklung gut im Griff. Mit einem Schleusensystem wurden die Gruppen einzeln dosiert zum Bahnhof losge­lassen, so dass auf den Perrons trotz der sehr vielen Reisenden kein Chaos aufkam. Zum Schluss einen herzlichen Dank an Klaus Fischer für die hervorragende Organisation unse­rer Teilnahme am ETF 2019. Von den Anmeldungen bis zur Rückreise, über das Rekognoszie­ren am Tag zuvor und der Redaktion eines perfekten Programms war alles tipp top.

Merci!

 

Michel Crevoisier


Kontakt

Präsident

Andreas Brodmann

Mail: praesident@mrettingen.ch

Tel: +41 61 721 78 79

Trainingszeiten

Aktivtraining

Di. 20:00 - 21:45 Uhr

Faustballtraining

Di. 19:00 - 20:00 Uhr

 

3-fach Turnhalle Hintere Matten

 männerriege ettingen